ENABLE! - Mission Statement der Initiative für Open Access in den Social Sciences und Humanities veröffentlicht


BIELEFELD/DEUTSCHLAND, 25.05.2020. Bibliotheken, Verlage, Repositorien und der Buchhandel schließen sich zusammen, um gemeinsam die Open-Access-Transformation in den Geistes- und Sozialwissenschaften zu gestalten.

Die Entwicklung einer inklusiven und von allen Beteiligten getragene Open-Access-Kultur in den Geistes- und Sozialwissenschaften ist das Ziel des Community-Projektes "ENABLE! Bibliotheken, Verlage und Autor*innen für Open Access in den Social Sciences und Humanities". Dafür sollen alle Akteure des wissenschaftlichen Publizierens zusammenkommen: Wissenschaftler*innen, ihre Hochschulen, Bibliotheken, Fachverbände, Fachrepositorien, Verlage sowie Buchhandel und Dienstleister. ENABLE! will bestehende lokale Ansätze, Methoden und Initiativen bündeln und in ein sogenanntes Co-Publishing-Modell überführen, bei dem alle Akteure auf Augenhöhe zusammenarbeiten und gemeinsam Open-Access-Publikationsprojekte umsetzen.

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Open Access während der Covid-19 Pandemie


Eine kollaborative Sammlung zu Open Access während der COVID-19­-Pandemie

Auf der Informationsplattform Open Access gibt es eine Übersicht zu verschiedenen Angeboten für das Finden und Veröffentlichen von Open-Access-Forschung zum Corona-Virus und darüber hinaus. Die Sammlung soll kollaborativ entstehen und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit – im Gegenteil: Es handelt sich um ein Angebot, das laufend ergänzt werden soll. Dafür steht ein öffentliches Pad zur Verfügung.

Hier geht es zur Informationssammlung: https://open-access.net/informationen-zu-open-access/open-access-waehrend-der-covid-19-pandemie.

Wer mitmachen möchte, kann das gerne im Pad tun: https://pad.gwdg.de/oannetwork-corona.

An dieser Stelle noch der Hinweis, das nicht alles, was "offen" zur Verfügung gestellt wird, auch Open Access ist. Oft werden die Kriterien Nachhaltigkeit (im Sinne von einem Zugang, der unwiderufbar offen ist) und freie Lizenzierung nicht erfüllt, sodass die freigegebenen Inhalte nur schwer nachnutzbar sind und der Zugang temporär erfolgt. In Zeiten, in denen Offenheit ein wichtiger Parameter für die globale Zusammenarbeit geworden ist (und das nicht nur auf Ebene der Wissenschaft), braucht es aber nachhaltige Strukturen und Angebote für den Wissenstransfer, auch über die Krisenzeit hinaus. Das zu ermöglichen, ist eine Aufgabe von uns allen.

Webinar "Lokale Umsetzung von Open-Access-Transformationsverträgen am Beispiel des DEAL-Wiley-Vertrages"


Webinar statt Workshop

Aufgrund der Corona-Situation konnte der Nationale Open-Access-Kontaktpunkt (OA2020-DE) seinen für den 09. und 10. März 2020 angedachten 5. Transformationsworkshop zur lokalen Umsetzung von Open-Access-Transformationsverträgen am Beispiel des DEAL-Wiley-Vertrages nicht wie geplant durchführen. Um trotzdem den inhaltlichen Input allen Interessierten zur Verfügung zu stellen, wurde kurzfristig am 09. März ein Webinar mit allen beteiligten Referent*innen auf die Beine gestellt (ein herzliches Dankeschön dafür an dieser Stelle!). Auch wenn ein solches Webinar den persönlichen Erfahrungsaustausch im Rahmen eines Workshops nicht ersetzen kann, sind wir zuversichtlich, dass die vorgestellten (und in Teilen aufgezeichneten) Erfahrungsberichte und Beiträge von großem Interesse sind. Wir bemühen uns, den Workshopteil schnellstmöglich nachzuholen, sobald Veranstaltungen wieder zulässig sind.

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Stärkung des grünen Open Access


Am 31. Januar 2020 bezeichnete der Wellcome Trust das neue Coronavirus als "erhebliche und dringende Bedrohung der globalen Gesundheit" und forderte Forscher_innen, Zeitschriften und Geldgeber auf, dafür zu sorgen, dass die Forschungsergebnisse und Daten zu Coronaviren schnell und offen ausgetauscht werden. Zu den Unterzeichner_innen der Erklärung „Sharing research data and findings relevant to the novel coronavirus (COVID-19) outbreak“ gehören maßgebliche Verlage, Forschungsförderer und wissenschaftliche Fachgesellschaften.

Am 05. März 2020 haben Vincent Larivière, Fei Shu und Cassidy Sugimoto in ihrem Beitrag „The Coronavirus (COVID-19) outbreak highlights serious deficiencies in scholarly communication“ für den Blog „Impact of Social Sciences“ der London School of Economics festgestellt, dass auf Basis von Daten des Web of Science etwas mehr als die Hälfte der zu Coronaviren insgesamt publizierten Artikel im closed access stehen. Einmal mehr wird damit deutlich, dass die Verknappung des Zugangs zu den Ergebnissen wissenschaftlicher Forschung innerhalb des immer noch gängigen Subskriptionssystems weder der Wissenschaft selbst noch der Gesellschaft als Ganzes dient.

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Ein Entscheidungsbaum für Fachgesellschaften auf dem Weg zur Open-Access-Transformation


Plan S, DEAL und der Abschluss verschiedener Transformationsverträge in den letzten Monaten (siehe z.B. hier, hier und hier) haben den Druck auf die wissenschaftlichen Verlage erhöht. Sie sind dazu aufgefordert, ihre Geschäftsmodelle an das sich verändernde wissenschaftliche Kommunikationsverhalten der Forscher_innen und an die wissenschaftspolitischen Forderungen nach Open Access und Open Sciene auszurichten. Dies betrifft auch Fachgesellschaften als Herausgeberinnen von Fachzeitschriften und Schriftenreihen. Von den von einer deutschen wissenschaftlichen Fachgesellschaft herausgegeben 182 Fachzeitschriften liegen bisher nur 7,14% als Open-Access-Zeitschrift vor, wie eine Studie zum Thema "Wissenschaftliche Fachgesellschaften und Open Access" von Pampel und Strecker (2020) ergab. 55,49% haben eine Hybrid-Option und 37,36% sind in keiner Weise frei verfügbar.

Auch wenn die Fachgesellschaftszeitschriften, die bei Springer Nature oder Wiley erscheinen, mit Hilfe der DEAL-Verträge in den Open Access überführt werden sollen bzw. überhaupt erst eine Open-Access-Option erhalten, so gibt es doch bisher keine klaren Aussagen zum letzlichen Open-Access-Status dieser Zeitschriften nach Auslaufen der Verträge. Das heißt für die Zeit nach DEAL und für die übrigen Zeitschriften, die im Eigenverlag oder bei einem Nicht-DEAL-Verlag erscheinen, müssen weitere bzw. andere Wege gefunden werden, um den Anforderungen gerecht zu werden.

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How to build a community? - Initialworkshop der ENABLE!-Community


How to build a community? - Initialworkshop der ENABLE!-Community "Bibliotheken, Verlage und Autor*innen für Open Access in den Humanities und Social Sciences"

„Der bisherige wissenschaftliche Publikationsprozess gerät in seiner tradierten Form im Kontext von Digitalisierung, neuen Publikationsformaten, Open Access und Open Science usw. in Bedrängnis. Es gilt also zu überlegen, wie eine wissenschaftliche Buchpublikation in Zukunft organisiert und finanziert wird. Einige Ansätze dazu haben sich schon entwickelt, wie z. B. kooperative Modelle, Crowdfunding oder Subscribe to Open. Anderes liegt noch eher prototypisch vor und Bedarf der Diskussion in der Community.“

Mit diesen einführenden Worten von Alexandra Jobmann startete am 28. Januar 2020 der erste Workshop zur Bildung einer Community für Open Access in den Geistes- und Sozialwissenschaften. Initiiert vom Nationalen Open-Access-Kontaktpunkt und dem transcript Verlag fanden sich Vertreter_innen von Verlagen, Bibliotheken, Intermediären und dem Buchhandel ein, um gemeinsam darüber zu diskutieren, wie das Open-Access-Publizieren in den Geistes- und Sozialwissenschaften künftig aussehen soll und wer dabei welche Rolle einnimmt. Ziel war es dabei auch, den vielen Fragen zu den neuen Formen der Zusammenarbeit ausreichend Raum zu geben und sich Gedanken über künftige Modi des miteinander Publizierens zu machen (Agenda).

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wbv Media und Knowledge Unlatched (KU) schließen Pilotprojekt zur Open-Access-Finanzierung in der Pädagogik ab


Auch in der erziehungswissenschaftlichen Community gibt es nun ein Open-Access-Angebot für Bücher

Bielefeld/Berlin, 19. Februar 2020. 27 wissenschaftliche Einrichtungen beteiligen sich am kooperativen Finanzierungsmodell für Open-Access-Monografien und Sammelbände. Damit werden 20 Neuerscheinungen aus der Erwachsenenbildung sowie Berufs- & Wirtschaftspädagogik 2020 von wbv Media als frei verfügbare eBook-Version erscheinen.

Das Publikationsmodell folgt dem Modell »E-Book-Paket«. Doch statt des Erwerbs einer Campuslizenz mit den bekannten Grenzen der Nutzungsmöglichkeiten, wird die Open-Access-Bereitstellung einer Frontlist von 20 Titeln finanziert und steht damit allen Wissenschaftsakteuren zur Verfügung. Die Kosten für jeden Titel betragen 120 € netto pro Institution, in der Sponsoring-Light Version sind es lediglich 60 € netto pro Institution. Zusätzlich zu dem freien digitalen Zugang erhält jede_r Finanzierungspartner_in ein gedrucktes Freiexemplar. Zur aktuellen Frontlist gehören Titel aus den wbv-Reihen "Erwachsenenbildung und lebensbegleitendes Lernen", "Hochschulweiterbildung in Theorie und Praxis", "Berufsbildung, Arbeit und Innovation", sowie "Wirtschaft – Beruf – Ethik".

Zur vollständigen Pressemitteilung.

A smooth transition from subscriptions to APCs


Proposal for a new model of transformative agreements: A smooth transition from subscriptions to APCs

The strategic goal of the National Contact Point Open Access OA2020-DE is to create requirements for the large-scale open access transformation in accordance with the Alliance of Science Organisations in Germany. This also includes analysing existing transformation approaches and formulating changes or adjustments that make sense from our perspective. This is also the reason why we see the need for a more realistic transformation model in the journal sector, because existing models as Publish & Read and Read & Publish do not best serve the needs of libraries and publishers in transforming their acquisition budgets and revenues, respectively, from subscriptions to APCs.

  • For P&R agreements to transform the scholarly journals successfully to open access, huge coordination efforts, a massive and instantaneous re-allocation of funds, or permanently large additional funds are necessary. Moreover, publishers will not offer P&R agreements to individual libraries or loose consortia with liberal opt-in or opt-out regulations.
  • With R&P agreements, the open-access transformation will stuck at low OA shares. To progress further, a switch to the P&R model would be necessary with its own obstacles.

Therefore, we see the need for a new transformative model that facilitates the switch from a pure R&P to a pure P&R model by lowering coordination costs, avoiding disruptive workflow and cost adjustments, and putting less pressure on timing. To support the arguments of this, we run a simulation on a global model. Please note: The model presented here is a proposal and approach that should help to identify and describe possible paths for the open access transformation. Indeed, the R&P model and the P&R model can be regarded as corner solutions of this.

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Bericht vom ersten nationalen Best-Practice-Workshop der deutschen Open-Access-Monografienfonds


Disclaimer: Dies ist ein Gastbeitrag von den Veranstalter_innen.

Am 3. Dezember 2019 luden das Projektteam des von der Leibniz-Gemeinschaft aufgelegten Open-Access-Fonds für Monografien andere Fondsbetreiber aus der deutschen Wissenschaftslandschaft zu einem Informationsaustausch ein. Der Workshop wurde ausgerichtet vom Leibniz-Institut für Deutsche Sprache (IDS) in Mannheim, das den Leibniz-Monografienfonds federführend betreut. Zugegen waren neben den Projektbeteiligten der anderen sechs Leibniz-Institute (DIE - Deutsches Institut für Erwachsenenbildung, DIPF - Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, GNM - Germanisches Nationalmuseum, IfZ - Institut für Zeitgeschichte, TIB - Leibniz-Informationszentrum Technik und Naturwissenschaften und Universitätsbibliothek und ZBW - Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft), Repräsentantinnen und Repräsentanten von 11 deutschlandweit in den letzten zwei Jahren entstandenen oder geplanten Publikationsfonds für Monografien sowie Einrichtungen, die Open-Access-Monografien auf anderem Wege fördern: Freie Universität Berlin, Humboldt-Universität zu Berlin, Technische Universität Berlin, Universität Bielefeld, Universität Duisburg-Essen, Technische Universität Darmstadt, Universität Konstanz, Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, die Fraunhofer-Gesellschaft sowie das Niedersachsen-Konsortium des geplanten Open-Access-Publikationsfonds des Landes Niedersachsen.

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Etablierung von Ausschreibungs- und Wettbewerbsmechanismen im Rahmen von nationalen Open-Access-Zeitschriftenkonsortien


Beschreibung eines Pilotvorhabens

Die Open-Access-Transformation ist erklärtes Ziel der Coalition S und der OA2020-Initiative sowie der sie unterstützenden Institutionen. Um eine großflächige Open-Access-Transformation von Zeitschriften zu erreichen, sollen möglichst viele etablierte Subskriptionszeitschriften inden Open Access transformiert werden. Dies soll derzeit im Rahmen von Transformationsverträgen, wie sie vom DEAL-Projekt seit mehreren Jahren mit den drei großen internationalen Wissenschaftsverlagen (Elsevier, Springer Nature und Wiley) verhandelt werden, umgesetzt werden. Die von der Allianz AG „Wissenschaftliches Publikationssystem“ etablierte 13+-Gruppe strebt analoge Verhandlungen mit weiteren dreizehn großen Verlagen an. Zusätzlich gibt es über das DFG-Programm „Open-Access-Transformationsverträge“ eine Förderung für Projekte zur Transformation von Zeitschriften.

Die bisher bekannten Transformationsverträge beinhalten keine Mechanismen für das konkrete Flipping von Zeitschriften in den Open Access und keine Mechanismen zur langfristigen Begrenzung von Kostensteigerungen, wie sie beispielsweise von der Europäischen Kommission und der European University Association gefordert werden. Aber auch bei den APC-basierten, genuinen Open-Access-Zeitschriften mangelt es an Mechanismen zur langfristigen Begrenzung von Kostensteigerungen. Die derzeit noch in den (DFG-geförderten) Publikationsfonds implementierten Preisobergrenzen sind dafür nur bedingt geeignet. Auf der einen Seite sind sie für die Masse der Open-Access-Zeitschriften zu hoch, auf der anderen Seite für hochselektive und -qualitative Open-Access-Zeitschriften, die für viele Wissenschaftler_innen attraktiv sind, zu niedrig angesetzt.

Vor diesem Hintergrund regen wir an, reine Open-Access-Verträge und ggf. Vertragsbestandteile zu reinen Open-Access-Zeitschriften im Rahmen von Transformationsverträgen durch Ausschreibungen in geheimen Bieterverfahren, wie es von SCOAP³ praktiziert worden ist, zu schließen. Das jetzt veröffentlichte Konzept beschreibt die damit intendierten Ziele, die auszuschreibenden Services sowie einen Vorschlag zur organisatorischen Umsetzung.

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